PROLOG

Zum Jubiläum unseres 30. Hochzeitstages sind wir mit unserer jüngsten Tochter
(zu diesem Zeitpunkt 10 Jahre alt), am 29.März 2008,
das erste Mal über glühende Kohlen gelaufen.
Es lag noch ein wenig Schnee, und der Kontrast des kalten Weiß
mit der roten Gluthitze ist ein wunderbares, unvergessliches Bild geworden.

Unser aller Ziel war es, unverletzt über den Glutteppich zu gelangen.
Mit Hilfe der vorbereitenden Übungen erstarkte der Glaube an die eigenen Fähigkeiten,
und die Selbstzweifel schmolzen dahin. Jeder war aufgefordert die volle Verantwortung
für das eigene Tun zu tragen; was nach Überwindung der eigenen Unsicherheiten ein tolles Lebensgefühl ist.


Am frühen Abend wurde der Holzstoss aufgebaut und das Feuer entzündet.
Es war ein großes Feuer, mächtig, heiß und wild. Aufgeregt und voller Ehrfurcht vor
diesem Element beobachteten wir das Herunterbrennen des Holzes.


Und dann ist es soweit:
Ich stehe vor dem Glutteppich
Ich will gehen, und ich weiß: Ich kann es!
Alle meine Kräfte sind verbunden,
Ich habe mein Ziel vor Augen und gehe,
ein wunderbares Einheitsgefühl stellt sich ein...

Ich habe es geschafft!



Jeder Feuerlauf ist vom Ablauf, den teilnehmenden Menschen,
und vom Wetter her unterschiedlich. Doch das Gehen über die Glut bleibt immer
ein Verbinden der eigenen Glaubenskräfte mit dem Urvertrauen, woraus lebendige
Daseinsfreude entsteht.

Diese Erfahrung möchten wir unseren Mitmenschen weitergeben.

 

 

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